Zustimmung für „Fridays for future“-Demonstrationen

Fridays for future

Pressemitteilung – Ergebnisse der bevölkerungsrepräsentativen Frühjahrsumfragen 2019 in den Regionen München und Nürnberg

München, 27.06.2019

Die Bevölkerung in den Regionen München und Nürnberg begrüßt das Engagement der Schüler bei den „Fridays for future“-Demonstrationen grundsätzlich. Uneinigkeit besteht über das Vorgehen des Kultusministeriums. Bußgelder werden mehrheitlich abgelehnt. Das zeigen die bevölkerungsrepräsentativen Frühjahrsumfragen 2019 des in München ansässigen Regionalinstituts für Marktforschung (RIM Marktforschung GmbH).

Anlässlich der zurzeit stattfindenden Schüler-Demonstrationen unter dem Motto „Fridays for future“, hat das Münchner Marktforschungsinstitut die erwachsene Bevölkerung in den Regionen München und Nürnberg zu deren Einstellung bezüglich Klimaschutz-Demonstrationen der Schüler während der regulären Schulzeit befragt.

Auf die Frage: „Wie ist Ihre Meinung dazu, dass Schüler während ihrer Schulzeit für den Klimaschutz demonstrieren?“, kann insgesamt ein zustimmendes Meinungsbild beobachtet werden: Etwas mehr als die Hälfte der Befragten, 55% in der Region München, 51% im Raum Nürnberg, befürwortet die Schüler-Demonstrationen während der Schulzeit. Jeweils rund ein Drittel der Bevölkerung in den Befragungsgebieten lehnt die Demonstrationen eher ab. Der Rest hat keine Meinung dazu.

Die Einstellung zur Thematik ist geschlechtsunabhängig. Auffällig sind jedoch ein signifikant höheres Zustimmungsverhalten der jüngeren Erwachsenen und die signifikant höhere Skepsis unter älteren Bürgern und Bürgerinnen.

In der Region München kann darüber hinaus ein deutliches Gefälle zwischen Stadt- und Umlandbevölkerung beobachtet werden: während die Stadtbevölkerung die Schüler-Demonstrationen zu 65% begrüßt, halten sich im Umland die Befürworter (46%) und Ablehner (44%) die Waage.

Handlungsspielraum des Kultusministeriums

Auf die Frage „Sollte das bayerische Kultusministerium Ihrer Meinung nach allgemeingültig regeln, wie die Schulen mit Schülern umzugehen haben, die der Schule fernbleiben, um an den „Fridays for future“-Demonstrationen teilzunehmen, oder soll das Kultusministerium es den Schulen freistellen, wie sie mit diesen Schülern umgehen?“ reagiert die Bevölkerung gespalten. Jeweils etwas mehr als 40% präferieren klare Regeln zum Fernbleiben vom Unterricht durch das Kultusministerium, weitere 40% plädieren für individuelle Maßnahmen.

Sanktionen der Schulleiter

Breiter Konsens besteht bzgl. Sanktionen wie Bußgeldverfahren gegenüber Eltern, deren schulpflichte Kinder aufgrund einer Teilnahme an den Demonstrationen dem Unterricht fernbleiben. 66% der Bevölkerung in der Region München und 61% in der Region Nürnberg lehnen Bußgelder ab. Rund 20% sprechen sich für derartige Bußgelder aus. Der Rest hat diesbezüglich keine Meinung geäußert.

Zur Studie

Die erwachsene deutschsprachige Bevölkerung in Bayern wird jährlich durch das Regionalinstitut für Mittelstandsmarktforschung (RIM Marktforschung GmbH) im Rahmen von bevölkerungs-repräsentativen Mehrthemenumfragen (regionale Omnibusumfrage) zu verschiedensten Themen
aus Wirtschaft, Politik, Sozialem und zur allgemeinen Stimmungslage schriftlich befragt. Die Frühjahrsumfragen in den Regionen München und Nürnberg waren vom 29.04. bis 29.05.2019 im Feld. Befragt wurden 684 (Region München) bzw. 743 (Region Nürnberg) erwachsene Personen.

Übersicht Zahlen

Einen Überblick der Zahlen enthält beigefügte Pressemitteilung (pdf).

Pressemitteilung „Fridays for Future“ – Herunterladen (PDF)

Kontakt

V.i.S.d.P

RIM Marktforschung GmbH
Heike Brandstetter
Geschäftsführung
Kochelseestraße 10
81371 München
Tel. (089) 77 76 54 90-2
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