Corona-Pandemie: Jeder neunte Erwerbstätige sieht berufliche Existenz bedroht

Corona Pandemie

Pressemitteilung – Ergebnisse der bevölkerungsrepräsentativen Frühjahrsumfrage 2020 in der Region Nürnberg-Fürth-Erlangen-Forchheim

München, 03.07.2020

Die Bevölkerung der Region Nürnberg-Fürth-Erlangen-Forchheim begrüßt das Krisenmanagement der Bayerischen Staatsregierung zur Bewältigung der Corona-Pandemie mehrheitlich. Beruflich bedroht sehen sich 11 Prozent der Erwerbstätigen. Homeschooling wird kritisch beurteilt, Bildungsdefizite unter Schülern werden erwartet. Das zeigt die im April und Mai 2020 durchgeführte bevölkerungsrepräsentative Frühjahrsumfrage des in München ansässigen Regionalinstituts für Marktforschung (RIM Marktforschung GmbH).

Berufliche Auswirkungen der Corona-Pandemie

61% der erwachsenen Bevölkerung in der Region Nürnberg-Fürth-Erlangen-Forchheim nehmen im Befragungszeitraum zwischen April und Mai 2020 starke private Einschnitte wahr.

58% der Erwerbstätigen registrieren starke berufliche Veränderungen. Auf die Frage, wie die berufliche Zukunft beurteilt wird, bewerten 11% der Erwerbstätigen diese als schlecht bis existenzbedrohend, das entspricht jedem neunten Erwerbstätigen. Diesen stehen 61% gegenüber, deren berufliche Aussichten sehr gut bzw. gut sind. Der Rest traut sich diesbezüglich derzeit kein Urteil zu oder möchte darauf nicht antworten. 14% der Erwerbstätigen geben im April bzw. Mai an, kaum bis gar nicht arbeiten zu können, 11% arbeiten maximal 50% im Vergleich zu Vor-Corona-Zeiten, 18% erreichen eine Arbeitsauslastung über 50% und 38% arbeiten in gleichem Umfang.

43% der Erwerbstätigen gehen ihrem Beruf überwiegend an der normalen Arbeitsstätte nach, 30% arbeiten überwiegend im Homeoffice, 8% verbinden Homeoffice und normale Arbeitsstätte.

Schulische Auswirkungen der Corona-Pandemie

Rund vier Fünftel der Eltern schulpflichtiger Kinder befürchten, dass die Schließung der Schulen zu Bildungsdefiziten von Schülern in Deutschland führen wird. Insgesamt beurteilen sie das sog. Homeschooling kritisch: zwar funktioniert der häusliche Unterricht laut zwei Drittel der Eltern und unabhängig von der Schulstufe des Kindes gut, sie fühlen sich selbst digital gut für eine solche Krise gewappnet, auch stellen die Schulen überwiegend Lern- und Übungsmaterialien in angemessenem Umfang zur Verfügung und die Kommunikation mit den engagierten Lehrern klappt gut, dennoch gehen über drei Viertel davon aus, dass ihre Kinder zu Hause weniger als in der Schule lernen.

Insbesondere Eltern von Grundschulkindern beklagen, dass sie persönlich überfordert sind, den Unterricht der Kinder über digitale Medien zu Hause neben den beruflichen Herausforderungen zu unterstützen. Darüber hinaus besteht der Eindruck, dass die Schulen digital noch nicht ausreichend aufgestellt sind. Je jünger die Schulkinder sind, desto häufiger beklagen die Eltern angespannte Situationen zu Hause.

Zufriedenheit mit Krisenmanagement

Insgesamt zeigen sich im April und Mai 2020 66% der Bevölkerung im Befragungsgebiet zufrieden mit dem Management zur Bewältigung der Corona-Krise seitens ihres Stadt- bzw. Gemeinderats. Höhere Zustimmung erhalten die Bundesregierung (74%) bzw. die Bayerische Staatsregierung (83%). Der Europäischen Union bescheinigen hingegen vergleichsweise geringe 32% gutes Krisenmanagement.

Die Zusammenarbeit zwischen Politik und Wissenschaft beurteilen 77% der Bevölkerung als gut.

Zur Studie

Die erwachsene deutschsprachige Bevölkerung wird jährlich durch das Regionalinstitut für Mittelstandsmarktforschung (RIM Marktforschung GmbH) im Rahmen einer bevölkerungs-repräsentativen Mehrthemenumfrage (regionale Omnibusumfrage) zu verschiedensten Themen aus Wirtschaft, Politik, Sozialem und zur allgemeinen Stimmungslage schriftlich befragt. Die Frühjahrsumfrage 2020 in der Region Nürnberg-Fürth-Erlangen-Forchheim war vom 23.04. – 26.05.2020 im Feld. Befragt wurden 733 Personen.

Übersicht Zahlen

Einen Überblick der Zahlen im Vergleich enthält beigefügte Pressemitteilung (pdf).

Pressemitteilung „Corona-Pandemie“ – Herunterladen (PDF)

Weitere Veröffentlichungen zu den regionalen Trendumfragen finden Sie unter www.rim-marktforschung.de/news.

Freigegeben zur Veröffentlichung unter Bezugnahme auf das durchführende Münchner Institut: RIM Marktforschung GmbH.

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